| Hainrich 04: Neues von der Solaranlage, Seminare 2007 und ein Vorschlag |
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In diesem Hainrich geht es um Fragen, wie die, ob wir noch ganz gesund sind, was die Seminare so planen und woher wir all die Energie nehmen. Außerdem wollen wir euch überreden. Zu was? Lest selbst.
Einigen von Euch hatten wir die Frohe Botschaft ja schon im Juli verkündet: unsere Photovoltaikanlage auf dem Dach vom neuen Stall produziert seit dem 28. Juni Strom! Und das sogar in größerem Stil als ursprünglich geplant und im letzten Hainrich angekündigt... Dazumal hatten wir nämlich noch gehofft, in den Genuß einer Förderung zu kommen - bei der die Anlage allerdings nicht teurer als 50.000 € hätte werden dürfen. Dieses Programm wurde aber gestrichen, und so entschlossen wir uns, Nägel mit Köpfen zu machen und gleich das gesamte Süddach zu bestücken. Somit glänzen nun 124 Module im optimalen Winkel von 30 Grad in der Sonne und produzieren im Idealfall theoretisch 20,4 kWp (p wie peak, Spitze) - praktisch verbraucht die Umwandlung in die übliche Netzspannung und -frequenz noch etwas. Das Ergebnis ist überzeugend: bis zum 26. Dezember haben wir bereits 13.500 kWh eingespeist, dies entspricht dem Bedarf von knapp 5 Haushalten mit 2 Personen, bzw. mehr als 2/3 des prognostizierten Jahresertrages der Anlage. Knapp 100.000 € hat der ganze Spaß gekostet, ein Drittel davon gaben uns Freunde und Bekannte als zinsloses Darlehen - vielen, vielen Dank nochmals allen! Der Rest kommt als Kredit von der GLS-Bank - wir werden versuchen, den so schnell wie möglich wieder abzuzahlen. Das erste von unserem Stromversorger gezahlte Geld haben wir auch gleich brav an die Bank weitergeleitet und somit schon mal ein Zehntel unseres Darlehens außerplanmäßig getilgt. Nach dem Tilgungsplan der Bank nämlich müßten wir innerhalb der nächsten 15 Jahre stolze 21.719 € an Zinsen zahlen, und das wäre schon bitter, oder? Immerhin haben wir aber das Recht, jährlich 1/10 der Kreditsumme außerplanmäßig zu tilgen und dies wollen wir auch weiterhin nutzen. Wer also noch den ein oder anderen Schein unterm Kopfkissen liegen hat – her damit! Wir geben ihn auch garantiert und sicher zurück, sobald die Bankschulden abbezahlt sind. Außerdem kriegt Ihr jetzt und hier eine Verzinsung in Käse und bei Bedarf eine Spendenquittung... Um oben erwähnte Nägel mit richtigen Köpfen zu versehen, haben wir auch gleich noch der Atomkraft entsagt und beziehen nun unseren Strom von einem der saubersten Öko-Strom-Anbieter, die es hierzulande gibt - den Elektrizitätswerken Schönau. Entstanden sind die nach Tschnernobyl als regionale Initiative um das dortige Stromnetz zu übernehmen und ausschließlich mit Strom aus dezentralen und möglichst auch regenerativen Energiequellen zu speisen. Da das noch vor der Liberalisierung des "Strommarktes" spielte, sind sie mittlerweile einer der solidesten Anbieter - und mit einem Anteil von 73% an regenerativen Energien sind sie eindeutig vorne. Außerdem haben sie mittels einer guten Idee sogar uns dazu gebracht, für sie zu werben: Mal ganz abgesehen davon, daß es absolut Sinn macht, seinen Strom nicht aus Atomkraftwerken deutscher, französischer oder ukrainischer Herkunft zu beziehen (und das machen die meisten Billiganbieter - je billiger, je mehr Atom...), hat EWS einen speziellen Photovoltaikfond eingerichtet, aus dem neue Anlagen über fünf Jahre mit einer speziellen Zulage zur regulären Einspeisevergütung gefördert werden. Diese Bonuszahlungen werden durch den sogenannten "Sonnencent" finanziert - zwischen 0,5 und 1,5 ct/kWh zahlen EWS-Kunden, um den Neubau dezentraler regenerativer Anlagen zu fördern. Wir nehmen auch daran teil und bekommen pro erzeugter kWh 6 Cent zusätzlich - allerdings nur (und hier kommt Ihr ins Spiel ... !), wenn wir vorher neue Kunden geworben haben; insgesamt nämlich 20 - für jedes kWp (siehe oben) einen. Da die Förderung ja von EWS-Kunden bezahlt wird, halten wir das für ein durchaus berechtigtes Vorgehen. Gerade jetzt, wo mit der weltweiten Debatte um "Energiesicherheit" die Atomlobby an Auftrieb gewinnt, der Atomausstieg in Frage gestellt und statt dezentraler Lösungen neue Atommeiler für Europa und GigaWatt-Solarkraftwerke in der Sahara diskutiert werden, finden wir es wichtig, in puncto Energie ein klares Zeichen zu setzen - wenn Ihr es also für sinnvoll haltet oder schon länger in Erwägung zieht, zu einem Öko-Strom-Anbieter zu wechseln, könntet ihr bei den EWS zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Einerseits Strom aus überwiegend dezentralen und regenerativen Anlagen zu beziehen und andererseits uns zu unterstützen. Die finanziellen Konsequenzen für Eure Stromrechnung hängen dabei von bisherigen Stromlieferanten und Jahresverbrauch ab. Wer bisher nicht zu einem Billig-Anbieter gewechselt hat, dürfte mit maximal 2-3 € mehr pro Monat dabei sein. Wir haben für Euch ein paar Beispiele zusammengestellt (alle Preise ab 1.1.2007):
Woher der Strom kommt, der in Euren Steckdosen landet, muß übrigens in jeder Stromrechnung ausgewiesen werden – ein Blick lohnt sich ...
Also könnt Ihr schon für nicht mal 20 € pro Jahr sowohl
Euer Gewissen beruhigen, als auch uns etwas Gutes tun – und das mit minimalem
Aufwand: eine Kopie der letzten Stromrechnung und den ausgefüllten Stromliefervertrag einfach an uns schicken (Postanschrift siehe unten) - wir kümmern uns um den Rest. reiko
z.Hd. Karin
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| Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 7. März 2007 ) | |||||||||||||||||||||||||||||
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